Wie? Sie wollen Geld dafür?

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Diese Woche hatten wir ein sehr frustrierendes Erlebnis, bei dem wir gemerkt haben, wie die Lebenswelten manchmal auseinanderliegen:

Die Vorgeschichte ist die, dass eine größere öffentliche Institution relativ kurzfristig zur Fashion Week im Sommer ihre EDU-Roboter über den Laufsteg schicken will und sich an den Kunstgarten gewand hat zwecks künstlerischen Rates. So weit so YEAH!
In einem ersten Meeting fand man einen Draht zueinander und vereinbarte ein Treffen um die lieben Robos in Augenschein zu nehmen und vermessen.

Am Dienstag trafen wir uns, alle TeilnehmerInnen sprühten vor Ideen und alle hatten das Gefühl, dass das was werden kann. Bis das Thema Geld auftauchte.
Nicht nur sollten wir umsonst arbeiten, es fiel auch am Rande der berühmte Satz „Das ist doch auch Werbung für Sie“. Nein, der Partner hatte sich schlicht keine Gedanken gemacht.
„Niemand bekommt hier Geld für.“ „Geld für das Material? Wissen wir nicht. Ist Upcycling nicht umsonst, weil aus Müll?“
1. Jeder, der bei einer öffentlichen Institution fest angestellt ist, bekommt Geld. Oder machen die das in ihrer Freizeit? – Ich hingegen habe bis vermutlich zum Sommer kein Einkommen, Ihr wisst schon warum.
Aber auch wenn ich im Geld schwimmen würde. Es wurde ausdrücklich ein professionelles Ergebnis erwartet, das nicht nach Gebastel aussähe. Und professionelle Ergebnisse erfordern Profis und die kosten Geld.
2. Materialbudget war nicht vorgesehen. Das wäre an uns hängen geblieben. Also an den arbeitslosen, einkommenslosen KünsterInnen.

Man kann über viel diskutieren und ich hab auch schon für Herzensprojekte vorsätzlich viel Geld versenkt. Aber wenn eine solche Einrichtung kommt, dann darf das so nicht laufen.

Zur Ehrenrettung: Das waren stinknormale MitarbeiterInnen, die eine Idee hatten, die mit uns geteilt haben und wir hätten sicher auch viel Spaß zusammen gehabt. Aber letztendlich wäre das auf einen Werbefilm für die rausgelaufen und wir wären vielleicht irgendwo im Abspann genannt worden. Das geht zur Zeit einfach nicht. Sorry. Und alle hatten Verständnis und haben im Haus nach Geldquellen gesucht.
Und weil das so liebe Leute sind, versuchen Daniela, Evelin und ich auch das doch noch irgendwie mit Fördermitteln auf die Beine zu stellen.

Jan Heartmann kann man auf monatlicher Basis bei Patreon unterstützen. Oder auch bei buymeacoffee.

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