Partizipative Kunst

Nippelprojekt

Ein sensibles Fotoprojekt über Ästhetik, gesellschaftliche Normen, Gleichberechtigung und persönliche Grenzen.

Gesprächsteht am Anfang
freiwilligJa und Nein sind gleich wertvoll
anonymGesichter werden nie fotografiert

Die Idee

Das Nippelprojekt begleitet mich seit mehr als 15 Jahren. Zu Beginn standen häufig ästhetische Fragen im Mittelpunkt: Was empfinden wir als schön? Was gilt gesellschaftlich als erlaubt – und wer bestimmt das eigentlich?

Inzwischen geht es in vielen Gesprächen ebenso stark um persönliche Grenzen. Das Projekt schafft einen Raum, in dem diese Fragen ohne Druck und ohne Erwartung verhandelt werden können.

Das Gespräch kommt zuerst

Am Anfang steht meist ein Gespräch. Ich erzähle von dem Projekt, von Erfahrungen aus vielen Jahren und von Dingen, die mich dabei selbst überrascht haben.

Erst danach frage ich Besucher*innen, ob sie mitmachen möchten. Ein Ja ist dabei genauso wertvoll wie ein Nein. Gerade weil es um persönliche Grenzen geht, ist die Entscheidung selbst ein wichtiger Teil des Projekts.

So funktioniert die Teilnahme

  1. InformierenIch erkläre das Projekt, beantworte Fragen und spreche über die Themen, die sich daraus ergeben.
  2. EntscheidenJede Person entscheidet selbst und ohne Erwartungsdruck, ob sie teilnehmen möchte.
  3. FotografierenBei Zustimmung kann das Foto direkt am Stand oder in einem abgeschirmten Bereich entstehen.
  4. Anonym bleibenFotografiert wird ausschließlich die Brust. Das Gesicht wird niemals aufgenommen, sodass das Bild nicht einer Person zugeordnet werden kann.

Eine bewusste und sichere Atmosphäre

Mir ist wichtig, eine neutrale Atmosphäre zu schaffen, in der Menschen sich sicher fühlen können. Das Thema ist sensibel und verlangt einen respektvollen, aufmerksamen Umgang mit Nähe, Scham, Neugier und individuellen Grenzen.

Viele Gespräche entstehen gerade deshalb, weil niemand überredet werden soll. Das Projekt lebt von Freiwilligkeit, Vertrauen und der Möglichkeit, jederzeit selbst zu bestimmen, wie weit man gehen möchte.

Was aus den Bildern entsteht

Die Fotografien werden in unterschiedlichen Formen weiterverarbeitet. Für Festivals arbeite ich häufig mit einem Bauzaunbanner, auf dem ausgewählte Fotos mit vielen formulierten Fragen kombiniert werden.

Außerdem entsteht jedes Jahr ein Kalender mit 12 × 9 Fotografien. Die einzelnen Bilder werden so Teil größerer Collagen und Zusammenstellungen, in denen Unterschiede und Gemeinsamkeiten sichtbar werden.

Tauschen statt nur teilnehmen

Manchmal ist die Teilnahme mit einem kleinen Tausch verbunden: Für ein Foto der Brustwarze können Teilnehmende einen Aufkleber aus einer Serie von rund 120 verschiedenen Motiven oder einen Nippelbutton mit 5 cm Durchmesser erhalten.

Auch hier bleibt die Entscheidung vollständig freiwillig.

Für Festivals und andere Veranstaltungen

Das Nippelprojekt ist grundsätzlich für unterschiedliche Veranstaltungsformen buchbar, wird aber meistens auf Festivals aufgebaut. Dort entstehen durch die offene Atmosphäre und den direkten Kontakt besonders viele Gespräche und Begegnungen.

Im Sommer ist die Teilnahme häufig unkomplizierter, weil weniger Kleidung abgelegt werden muss. Unabhängig davon steht immer die freiwillige Entscheidung der einzelnen Person im Mittelpunkt.

Kosten & Rahmen

Richtwert für eine Buchung

Das Nippelprojekt ist ein Herzensprojekt. Deshalb komme ich dafür gern auch zu einem niedrigeren Honorar als bei anderen Projekten.

  • Richtwert: 300 € für einen Tag

Fahrtkosten und gegebenenfalls Übernachtungskosten werden nach Absprache zusätzlich berechnet.

Druck- und Produktionskosten für Banner, Kalender oder andere Präsentationsformen werden je nach Projekt gemeinsam besprochen.

Für jedes Projekt wird vorab ein individuelles Angebot erstellt.

Buchbares Kunstprojekt

Das Nippelprojekt für Ihre Veranstaltung

Das Projekt kann für Festivals und andere Veranstaltungen angefragt werden. Ablauf, räumliche Situation und Präsentationsform werden vorab gemeinsam abgestimmt.

Nippelprojekt anfragen